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S-Bahnhof Eichborndamm: 2. Zugang erst nach 2027

Immer wieder ein Ärgernis ist die Zugangssituation am S-Bahnhof Eichborndamm. "Die Länge des Bahnsteigs legt nahe, dass auch von der Südseite ein Zugang zur S 25 geschaffen werden kann. Seit Jahren bemühen sich die CDU-Ortsverbände Reinickendorf-West und Wittenau darum." erläutert die CDU-Ortsvorsitzende von Reinickendorf-West, Emine Demirbüken-Wegner. "Wir haben die angekündigten Baumaßnahmen zum zweiten Gleis auf der S 25 damit verbunden, dass endlich die langen Fußwege aus den Wohnbereichen rund um die Auguste-Viktoria-Allee/General-Barby-Strasse bzw. auf der 'Kehrseite' der KaBoN ein Ende haben."

Wie nun aufgrund einer Nachfrage des Wittenauer Abgeordneten Björn Wohlert sich herausstellt, ist seitens der Bürgerinnen und Bürger noch viel Geduld gefragt. Wohlert war mit der Bahn erneut im Gespräch und erhielt auf die Frage nach dem aktuellen Planungsstand zum 2. Zugang am S-Bahnhof Eichborndamm folgende Auskunft: "Das ursprüngliche Planfeststellungsverfahren für den Neubau eines zweiten Zugangs nach Süden zur General-Barby-Straße und Norden zur Straße Im Hufenschlag wurde im Jahr 2019 leider zurückgezogen. Der barrierefreie Ausbau des neuen Zugangs am S-Bahnhof-Eichborndamm wurde durch den Senat nachbestellt. Damit hat der Senat zumindest nachträglich (aber viel zu spät) unsere Forderung nach Barrierefreiheit erfüllt. Nach jetzigem Stand möchte die Bahn Anfang 2024 den Antrag auf Erteilung einer planungsrechtlichen Zulassungsentscheidung stellen. Aktuell wird dahingehend von einem voraussichtlichen Baubeginn in 2027 ausgegangen." Demirbüken-Wegner stellt fest: "Der Infrastrukturausbau des öffentlichen Personennahverkehrs in Berlin wird immer großmundig seitens des Senats angekündigt. Wenn es aber zum Schwur mit dem Betreiber der S-Bahn kommt, dann fehlen die Investitionsmittel, werden umgesteuert und der Stadtrand ist mal wieder im Nachteil. Gute und klimagerechte Verkehrspolitik sieht definitiv anders aus!"