X

Turmblasen zum Jahresende

Von li. na. re.: Julia Schrod-Thiel, Emine Demirbüken-Wegner, Harald Muschner, Kerstin Köppen (Foto: Volker Neef)Von li. na. re.: Julia Schrod-Thiel, Emine Demirbüken-Wegner, Harald Muschner, Kerstin Köppen (Foto: Volker Neef)

Gut gefüllt war am Silvesterabend der Antonyplatz in Reinickendorf.
Am Altbau des ehrwürdigen Rathauses fand das Turmblasen zum Jahresende statt. Blasinstrumentenmusiker des Evangelischen Kirchenkreises Reinickendorf stellten ihr Können unter Beweis. 

Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen (SPD) konnte neben zahlreichen Reinickendorferinnen und Reinickendorfern auch seine Stellvertreterin, Emine Demirbüken-Wegner (CDU), sowie die Bezirksstadträte Korinna Stephan (GRÜNE); Harald Muschner (CDU); Alexander Ewers (SPD) und Julia Schrod-Thiel (CDU) begrüßen. Ebenfalls vor Ort waren BVV- Vorsteherin Kerstin Köppen (CDU) sowie zahlreiche BVV- Mitglieder. Pfarrer Volker Lübke, der Amtierende Leiter der Superintendentur des Kirchenkreises Reinickendorf, sprach ein Friedensgebet. In seinem Friedensgebet sprach er die Hoffnung „auf Frieden und auf eine menschlichere Welt“ an. Uwe Brockhausen teilte mit: „Wir haben diese Veranstaltung schmerzlich vermisst“. Ebenso erwähnte er den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der am 24. Februar begonnen hatte und der so viel schreckliches Leid bereits erzeugt hat. Einige wenige Besucher in unmittelbarer Nähe des Turmes hatten wohl zu Weihnachten keine abhanden gekommene Armbanduhr geschenkt bekommen. Sie zündeten während der Ausführungen des Bezirksbürgermeisters unentwegt ihre Silvesterböller an. Sie dachten gegen kurz nach 18 Uhr wohl, es sei schon Mitternacht eingetreten. 

Ein Teilnehmer rief Uwe Brockhausen entgegen, er möge endlich „mit dem Gerede aufhören. Wir wollen Musik hören. Wir sind doch nicht auf einer Wahlkampfveranstaltung“. Der Bezirksbürgermeister ging kurz auf den Zwischenrufer ein und betonte, dass zu einem würdigen Abschied des jetzt zu Ende gehenden Jahres auch ein paar Ausführungen und Rückblicke zwingend gehören.

Man merkte den Besuchern an, sie waren sehr froh, nach Jahren ohne das Turmblasen zum Jahresende endlich wieder diesen kulturellen Genuss im Bezirk hören und sehen zu können. Aufgrund der Pandemie waren die letzten Veranstaltungen der Kirchenmusiker zum Jahresende abgesagt worden.

Im Pressegespräch erklärte Bezirksstadtrat Alexander Ewers: „Ich freue mich, dass das Turmblasen wieder stattgefunden hat. Diese Veranstaltung hier bietet einem die Gelegenheit, gute Freunde und Bekannte zu treffen. Man kann diesen guten Freunden und Bekannten dann im Vorfeld persönlich ein gesundes Neues Jahr wünschen“. David Jahn, Vorsitzender der FDP-Fraktion in der BVV, betonte: „Das Turmblasen ist eine schöne Tradition. Es ist sehr erfreulich, dass man in diesem Jahr wieder dazu eingeladen hatte. Die menschlichen Begegnungen, der Austausch untereinander, ist durch nichts zu ersetzen“.

Die Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner erinnerte daran: „Es war Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura (Anmerkung: Die CDU-Politikerin Marlies Wanjura übte das Amt der Bezirksbürgermeisterin von 1995 bis 2009 aus), die einst das Turmblasen ins Leben gerufen hatte. Auf diese Wurzeln gehen wir heute zurück und genießen den Ausklang des Jahres unter Mitwirkung der Musiker des Evangelischen Kirchenkreises Reinickendorf. Wie man am langanhaltenden Applaus des Publikums und der vielen „Bravo“-Rufe feststellen durfte, kam das Turmblasen bei den Reinickendorferinnen und Reinickendorfern sehr gut an“. 

Quellartikel: Stimme der Hauptstadt
Foto: Volker Neef