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Fahrbahn-Wegfall in der Roedernallee wird zu Verkehrschaos führen

Auf Initiative des Reinickendorfer Abgeordneten und CDU-Kreisvorsitzenden, Frank Balzer (CDU), teilten der Senat und das Bezirksamt Reinickendorf mit, in der Roedernallee in Wittenau einen Fahrradstreifen einzurichten. Dafür würde eine jeweils eine Fahrbahnspur wegfallen. 

Der Wegfall einer Fahrbahn für den Autoverkehr auf der Roedernallee würde zu einem Verkehrschaos führen“, sagt Frank Balzer. „Dass die grüne Verkehrsstadträtin Stephan diese Maßnahme plant, ohne im Vorfeld eine Verkehrszählung durchzuführen, um zu prüfen, ob es überhaupt den Bedarf nach einer breiten Fahrradspur gibt, ist ein Skandal.

In der Tat teilen Senat und das Bezirksamt Reinickendorf auf Nachfrage mit, für die geplante Maßnahme keine Voruntersuchtung durchgeführt zu haben. Es seien lediglich Erkenntnisse aus allgemeinen Verkehrszählungen in die Entscheidungsfindung eingeflossen. 

Dass die Fahrbahn in der Roedernallee für den PKW-Verkehr verengt werden soll, besorgt den Reinickendorfer CDU-Fraktionsvorsitzende, Marvin Schulz, auch noch aus einem weiteren Grund. Er ergänzt: „Sowohl die Feuerwehr als auch das THW müssen im Zweifel schnell durch die Roedernallee kommen, um Notfälle zu versorgen. Verkehrschaos und Stau können ist deshalb lebensbedrohlich. Radfahren gehört zur modernen Mobilität und muss seinen Raum im Straßenverkehr haben. Aber wir brauchen auch in der Wittenau ein Mit- kein Gegeneinander.“ 

Nach Informationen der CDU Reinickendorf hat es im Vorfeld der Planungen keine Abstimmungen zwischen der Berliner Feuerwehr in der Roedernallee, dem Technischen Hilfswerk in der Flottenstraße und dem Bezirksamt Reinickendorf gegeben. Den sogenannten Blaulichtorganisationen gegenüber wurden keine Hinweise gegeben, dass die Verkehrssituation in ihrer Straße sich drastisch ändern soll. 

Frank Balzer hat sich deshalb bereits beim Senat und beim Bezirksamt Reinickendorf danach erkundigt, ob durch das Bezirksamt alternativ geprüft worden sei, den in der Roedernallee teilweise bestehenden Fahrradstreifen auf dem Bürgersteig zu ertüchtigen und zu verbreiten. Die zuständige Verwaltung erteilt diesen Überlegungen jedoch eine Absage und verweist auf Richtlinien aus dem Radverkehrsplan, nachdem Radwege und Bürgersteige größere Flächenbedarfe bekommen sollen. 

Ohne Verkehrszählung kann man jedoch nicht wissen, ob es breiter Radwege überhaupt bedarf. Ich kann nur hoffen, dass die Verwaltung sich die realen Gegebenheiten vor Ort noch einmal anschaut“, sagt Frank Balzer abschließend.