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Ehemaliges Hotel im Märkischen Viertel wird zur Unterkunft für wohnungslose Menschen

Bild: BA Reinickendorf - Den Stand der Umbauarbeiten in Augenschein genommen.Bild: BA Reinickendorf - Den Stand der Umbauarbeiten in Augenschein genommen.

Im ehemaligen Hotel „Rheinsberg am See“ in der Finsterwalder Straße sind nun die ersten Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, untergebracht worden. Im vorigen Jahr hat die Senatsverwaltung der beantragten Nutzung des Gebäudes als Gemeinschaftsunterkunft für Wohnungslose und Wohnungssuchende zugestimmt. Der Betreiber HOME & CAREReinickendorf GmbH hat begonnen das Gebäude für die Zielgruppe entsprechend baulich anzupassen und ist mit Heimleitung, Sozialarbeit und auch Wachschutz vor Ort tätig.

Bei der Unterkunft handelt es sich im bauplanungsrechtlichen Sinne um eine
Anlage für soziale Zwecke mit wohnähnlichem Charakter, da ausweislich der
Betriebsbeschreibung nicht das Wohnen im Vordergrund steht, sondern die kurzfristige Beseitigung von Obdachlosigkeit im Sinne einer öffentlich-rechtlichen Ordnungsaufgabe. Ziel ist es nicht, eine dauerhafte Unterbringung sicherzustellen, sondern diesen Menschen wieder zu mehr Selbstständigkeit zu verhelfen, um sie in die Gesellschaft einzugliedern. Der Bedarf an derartigen Angeboten im Land Berlin und auch im Bezirk Reinickendorf übersteigt den aktuellen Bestand mehr als deutlich.

Auf Einladung des Betreibers nahm die zuständige Bezirksstadträtin für Soziales und Bürgerdienste und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) zusammen mit dem Leiter des Reinickendorfer Amtes für Soziales, Jörg Dobrzinski, die bereits erfolgten Umbauarbeiten und den Beginn der Nutzung durch bedürftige Menschen in Augenschein. Demirbüken-Wegner: „Diese Einrichtung setzt sowohl von den örtlichen Gegebenheiten, aber auch von der Zielsetzung und dem Umfang der Betreuung für die hier untergebrachten Menschen Maßstäbe. Das Bezirksamt Reinickendorf wird die weitere Arbeit beobachten und begleiten.“

Quelle: BA Reinickendorf - Pressemitteilung Nr. 0072