Reinickendorfer Erich Küster feiert seinen 102. Geburtstag – mit Humor, Lebensfreude und großer Verbundenheit zu seinem Kiez

Reinickendorfer Erich Küster feiert seinen 102. Geburtstag, Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-Wegner gratuliert.Reinickendorfer Erich Küster feiert seinen 102. Geburtstag, Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-Wegner gratuliert.

Erich Küster hat am 10. September seinen 102. Geburtstag gefeiert. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner besuchte den Jubilar, dem sie bereits seit seinem 100. Geburtstag jedes Jahr persönlich zu seinem Ehrentag gratuliert. Bei den Treffen erzählt Küster gern aus seinem bewegten Leben und erinnert an ein Berlin, das heute kaum noch vorstellbar ist – von seiner Kindheit in schwierigen Verhältnissen bis zu den Zeiten, als Gaslaternen in den Treppenhäusern noch von Hand angezündet wurden.

Trotz seines hohen Alters lebt Erich Küster weiterhin selbstständig in seiner Wohnung. Er kocht täglich, kümmert sich um seine Balkonpflanzen und verbringt seine Fernsehabende gerne mit Snooker, Tiersendungen und Nachrichten. Besonders wichtig ist ihm die Freundschaft zu Gisa, mit der er jeden Dienstag gemeinsam Zeit verbringt und Bingo spielt. Auch abends telefonieren die beiden miteinander. „Wenn die Gisa nicht gewesen wäre, wär ich schon lange nicht mehr“, sagt Küster über seine langjährige Freundin.

Emine Demirbüken-Wegner gratuliert herzlich: „102 Jahre sind eine beeindruckende Lebensleistung – aber bei Herrn Küster spürt man vor allem die Lebensfreude. Sein Humor, seine Geschichten und sein wacher Blick auf die Welt sind ansteckend. Ich freue mich sehr, dass aus meinem ersten Besuch zu seinem 100. Geburtstag inzwischen eine schöne Tradition geworden ist. Lieber Herr Küster, ich wünsche Ihnen weiterhin Gesundheit, Freude und viele schöne gemeinsame Stunden mit Gisa.“

Und auch für das nächste Lebensjahr hat der Jubilar sich etwas vorgenommen: Ein konkretes Ziel gebe es zwar nicht, sagt Küster augenzwinkernd. Aber Johannes Heesters, der 106 Jahre alt wurde, wolle er durchaus noch „Konkurrenz machen“. Das Bezirksamt Reinickendorf wünscht ihm dabei von Herzen weiterhin alles Gute, Gesundheit und wie bisher viel, viel Humor.