Gemeinsames Fastenbrechen: Bürgermeisterin würdigt religiöse Vielfalt als Bereicherung der Reinickendorfer Gesellschaft

Migrationsbeirat und Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-WegnerMigrationsbeirat und Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-Wegner

Am Montagabend, 9.3., lud Reinickendorfs Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) erneut zu einem offenen und interreligiösen Fastenbrechen ein. Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Reinickendorfer Moscheegemeinden, des Kirchenkreises, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der Bezirkspolitik und zivilgesellschaftlicher Organisationen folgten der Einladung. Anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan (18. Februar bis 20. März 2026) versammelten sich alle in festlicher Atmosphäre mit Sufi-Live-Musik im Foyer des Ernst-Reuter-Saals.

Die Bezirksbürgermeisterin betonte in ihrer Rede, wie wertvoll der interreligiöse und interkulturelle Austausch für die Gesellschaft ist: „Wer fastet, spürt, dass nicht alles selbstverständlich ist – nicht das tägliche Brot, nicht Gesundheit, nicht Frieden. Fasten schärft den Blick für das Wesentliche. Es erinnert uns daran, dass wir aufeinander angewiesen sind. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft ist das eine starke Botschaft. Sie sagt: Wir leben nicht nebeneinander, sondern miteinander. Wir tragen Verantwortung füreinander. Dieses gemeinsame Fastenbrechen ist deshalb mehr als eine Tradition. Es ist ein Zeichen des Vertrauens. Ein Zeichen der Offenheit. Ein Zeichen dafür, dass religiöse Vielfalt zu unserem Bezirk gehört – nicht als Herausforderung, sondern als Bereicherung.“

Im Rahmen eines Interviews erläuterten ehrenamtliche Engagierte aus Reinickendorfer Moscheegemeinden, wie sie aus dem Fasten Kraft und Zuversicht schöpfen. Sie hoben hervor, dass lokale soziale Initiativen und Nachbarschaftshilfe während des Ramadans besonders an Bedeutung gewinnen, da das Fasten ihr Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit schärft. Darüber hinaus betonten sie die wichtige Rolle eines öffentlichen Fastenbrechens im Rathaus, das ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Sichtbarkeit für die muslimischen Bürgerinnen und Bürger im Bezirk darstellt.

Nach einer Koranrezitation mit deutscher Übersetzung und dem Gebetsruf hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, an langen Tafeln gemeinsam zu speisen und sich auszutauschen.

Das öffentliche Fastenbrechen im Rathaus wurde durch die DITIB Tegel Selimiye Türkisch-Islamischer Kulturverein e.V., die Bosniakische Gemeinde IKRE Berlin e.V. und durch das Projekt „Community Empowerment“ der Spandauer Jugend unterstützt.

 

10.3.2026: Gemeinsames Fastenbrechen: Bürgermeisterin würdigt religiöse Vielfalt als Bereicherung de