Ufuk-Sahin-Preis 2026 – Jetzt Vorschläge einreichen!

Unter dem Motto „Ich bin Mensch, du bist Mensch!“ verleiht der Bezirk Reinickendorf am 11. Mai 2026 erstmals den Ufuk-Sahin-Preis 2026. Diese Auszeichnung würdigt herausragendes Engagement im Bereich der Antidiskriminierung und für den Einsatz gegen Rassismus. Der Preis erinnert an Ufuk Şahin, der am 12. Mai 1989 im Alter von 24 Jahren vor seinem Wohnhaus am Wilhelmsruher Damm 224 erstochen wurde, nachdem er von einem aus der Nachbarschaft stammenden Täter rassistisch beleidigt wurde.

Seine letzten Worte lauteten: „Ich bin Mensch, du bist Mensch!“ Ein Appell für Menschlichkeit und gegenseitigen Respekt, der noch heute nachhallt. Ufuk Şahin hinterließ seine Ehefrau, ein Kind sowie seine Eltern und Geschwister. Sein tragischer Tod macht die verheerenden Auswirkungen von Rassismus und Diskriminierung deutlich. Der Ufuk-Sahin-Preis trägt sein Vermächtnis und setzt ein Zeichen für eine Gesellschaft, die sich für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung einsetzt.

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU), Schirmherrin der Preisverleihung, erklärt: „Mit dem Ufuk-Sahin-Preis setzen wir gemeinsam ein klares Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. Ufuk Şahins letzte Worte sind ein Appell, der uns alle dazu aufruft, Menschlichkeit und gegenseitigen Respekt zu bewahren. Dieser Preis würdigt Menschen und Initiativen, die sich mit ebenso viel Hingabe und Kreativität für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen. Wir sind aufgefordert, zusammenzustehen, um das Erbe von Ufuk Şahin weiterzutragen und uns entschieden gegen jede Form der Ungleichbehandlung einzusetzen.“

Gesucht werden Projekte, Aktionen oder Beiträge, die aktiv gegen Diskriminierung kämpfen, die Inklusion fördern und das Miteinander in unserer Gesellschaft stärken. Dabei ist die Größe des Projekts nicht entscheidend, sondern die Wirkung und Kreativität des Engagements sowie dessen Beitrag zu einem respektvollen und solidarischen Miteinander.

Auswahlkriterien:

  • Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Förderung von Inklusion
  • Originalität und Kreativität des Engagements sowie Vorbildcharakter
  • Nachhaltige Wirkung der Projekte und Aktionen
  • Förderung des respektvollen Miteinanders gegen Rassismus

Bewerbungen können sowohl für eigene Projekte als auch für das Engagement anderer eingereicht werden. Ein bezirkliches Auswahlgremium prüft alle Vorschläge und wählt mehrere Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Die Einreichungsfrist endet am 22. April 2026.

Einzureichende Unterlagen:

  • Vorschlag mit aussagekräftiger Begründung
  • Beschreibung der Bewerbenden (max. 300 Worte)
  • Beschreibung des Projektes, des Engagements oder der Aktion (max. 300 Worte)
  • Dokumentationen wie Fotos, Videos, Verweise auf Internetseiten, Presseartikel oder Ähnliches sind willkommen.

Einreichung per Post oder E-Mail an:

Antidiskriminierungsbeauftragte Frau Ebru Okatan

Bezirksamt Reinickendorf von Berlin

Eichborndamm 215

13437 Berlin

antidiskriminierung@reinickendorf.berlin.de