Gemacht
13.07.2020, 16:25 Uhr
Umfeld „TXL“ – Bezirk und Land machen ‚starke Ansage‘ und nehmen erneut viel Geld in die Hand
 
Der Flughafen Berlin-Tegel TXL schließt im November. Deshalb haben Land und Bezirk eine sogenannte ‚Förderkulisse‘ geschaffen, um vorbereitend und weichenstellend die Planungen der verschiedenen Nachnutzungen voranzubringen. Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) hat am 13. Juli einen weiteren Überblick über die Mittelhöhe und –verwendung zum sogenannten Fördergebiet „Umfeld TXL“ gegeben (Drucksache 2649/XX-01). In der Mitteilung Balzers wird auf die Jahre 2019-2021 Bezug genommen. Lt. Balzer liegt für das Programmjahr 2019 aus dem Förderprogramm Stadtumbau eine Finanzierungszusage für Mittel in Höhe von 735.000 Euro vor. Balzer erläutert: „Im Programmjahr 2019 werden aus dem Stadtumbauprogramm folgende Maßnahmen finanziert:

 

  • Städtebaulich-Freiräumliche Potentialstudie "Neuer Kurt-Schumacher-Platz", Haushaltsjahre 2019-2020
  • Städtebaulicher-freiraumgestalterischer Wettbewerb "Neuer Kurt-Schumacher-Platz", Haushaltsjahr 2021
  • Gesamtkonzept Anbindung des ehemaligen Flughafengeländes an den Teilraum Nord inkl. Kienhorstgraben, Haushaltsjahr 2021
  • Machbarkeitsstudie Stadtteilbibliothek Reinickendorf-West, Haushaltsjahr 2021
  • Neubau Jugend- und Stadtteilzentrum Auguste-Viktoria-Allee - Vorbereitung Wettbewerb, Haushaltsjahr 2019
  • Voruntersuchung Knotenpunkt U-Bahnhof Scharnweberstraße, Haushaltsjahr 2020 
  • Gebietsbeauftragter, Haushaltsjahre 2019-2020.

Zum Stand der Umsetzung der Projekte des Programmjahres 2019 heißt es im einzelnen:

  • Städtebaulich-Freiräumliche Potentialstudie "Neuer Kurt-Schumacher-Platz": In 2019 erfolgte nach Ausschreibung die Beauftragung einer Bürogemeinschaft der Berliner Büros yellow z urbanism architecture und bgmr Landschaftsarchitekten, unterstützt vom Verkehrsplanungsbüro Hoffmann Leichter. Das Projekt läuft planmäßig und wird in 2020 abgeschlossen.
  • Neubau Jugend- und Stadtteilzentrum Auguste-Viktoria-Allee - Vorbereitung Wettbewerb: Zur Vorbereitung des geplanten Hochbauwettbewerbs und zur Konkretisierung der Kostenschätzung des Vorhabens wurden mit Stadtumbaumitteln in 2019 eine Vermessung des Grundstücks, ein Baugrundgutachten und eine Schadstoffuntersuchung des Bestandsgebäudes durchgeführt. Diese Maßnahmen wurden in 2019 abgeschlossen.
  • Voruntersuchung Knotenpunkt U-Bahnhof Scharnweberstraße: Aufgrund der derzeitigen Situation muss der Projektbeginn verschoben und das Projekt vorerst zurückgestellt werden.
  • Gebietsbeauftragter: Nach Ausschreibung im Jahr 2019 wurde die BSM mbH Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mit den Leistungen des Gebietsbeauftragten für die Jahre 2019-2020 beauftragt. Das Projekt läuft planmäßig.

Es liegt weiterhin eine Finanzierungszusage aus dem Programm „Nachhaltige Erneuerung“ (vorher: Stadtumbau) zum Programmjahr 2020 für folgende Projekte vor:

  • Zielstellung Flughafensee / Schwarzer Graben inkl. ergänzende Grundlagenermittlung und Nutzungsanforderungen, 80.000 Euro;
  • "Neuer Kurt-Schumacher-Platz" - Planung bis Leistungsphase 5 Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) und bauvorbereitende Maßnahmen, 300.000 Euro;
  • Neubau Mensagebäude Mark-Twain-Grundschule - Planung bis Leistungsphase 5 HOAI, 300.000 Euro;
  • Neubau Jugend- und Stadtteilzentrum Auguste-Viktoria-Allee - Durchführung Wettbewerb und Planung bis Leistungsphase 5 HOAI, 550.000 Euro;
  • Gebietsbeauftragter 2021-2022, 200.000 Euro.

Dazu die Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner (CDU): „Reinickendorf engagiert sich lt.Mitteilung von Herrn Balzer mit weiteren gut 2,1 Mio € in der Entwicklung des Umfeldes TXL. Ich finde, das ist eine ‚starke Ansage‘ des für Stadtentwicklung im Bezirk politisch verantwortlichen Bezirksbürgermeisters. Balzer, der seit Schließungsbeschluß zum TXL sich seit Jahren vehement für eine zukunftsgewandte Strukturentwicklungspolitik eingesetzt hat, untermauert den Gestaltungsanspruch der Bezirksverwaltung in eindrucksvoller Weise.