Gemacht
18.06.2020, 20:07 Uhr
TEAM EMINE: Sommerspaziergang in Reinickendorf-West
 
Eine Woche vor Beginn der Sommerferien 2020 tourte die Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner zusammen mit ihrem TEAM EMINE durch den Wahlkreis. Was in den vergangenen Jahren eine monatliche Routine war, wurde durch den Ausbruch der Corona-Covid19-Pandemie Mitte März abrupt gestoppt. Rund zwei Monate waren fast alle Geschäfte geschlossen. Nach und nach öffneten und öffnen noch immer die Läden. Geschäftsinhaber, Büromieter, Handwerker und Dienstleister schilderten ihre Erfahrungen im letzten Vierteljahr. Team Emine unterwegs - Sommerspaziergang. Hier: Gespräch mit Geschäftsmann„Natürlich gab es Lob für die schnelle Hilfe insbesondere im Hinblick auf die ‚Corona-Zuschüsse‘, die Land und Bund binnen weniger Tage ab Ende März aus dem Boden stampften.“ sagt Demirbüken-Wegner. „Aber es wurde auch deutlich gemacht, dass manche dies als ‚Tropfen auf den heißen Stein‘ sehen und für die geschäftliche Zukunft eher düstere Prognosen abgeben.“ Demirbüken-Wegner hatte die jeweils neuen Einschränkungsverordnungen des Senats unmittelbar nach deren Veröffentlichung breit kommuniziert. Auch war sie mittels mehrerer Telefonkonferenzen mit unterschiedlichen Gewerbekreisen und örtlichen Vereinigungen verbunden und versuchte dabei, Fragen, Unklarheiten oder Mißinterpretationen aufzuklären. „Aus diesen Gesprächen der letzten Monate konnte ich einige Anregungen und geschäftliche Notwendigkeiten mitnehmen, die dank einer offenen Verwaltung im Bezirk und im Land bei den dann folgenden Vorschriftenänderungen aufgenommen wurden.“ berichtet die Abgeordnete.

Die Einrichtungen der Sozialen Träger hingegen müssen weiterhin geschlossen bleiben, so lauten die Verordnungen der Berliner Landesregierung. „Die aktuelle Situation für Kinder und Jugendliche wird in der öffentlichen Wahrnehmung meist auf Kita und Schule bezogen. Tatsächlich aber ist in schwierigen Sozialgebieten wie bspw. hier in Reinickendorf-West der Wegfall örtlich-stationärer Angebote und Aufenthaltsmöglichkeiten für unsere jungen Menschen besonders prekär.“ kommentiert Demirbüken-Wegner die Lage. „Nicht erst in meinen wieder aufgenommenen Vor-Ort-Gesprächen sondern bereits seit Beginn der Beschränkungen stellen wir fest: Es braucht einfach diese Einrichtungen hier im Kiez!“ Hausaufgabenhilfe, Essensangebote, Freizeitbeschäftigung, Projektbetreuung, dies seien die mit Corona aufgerissenen Lücken in der Jugendsozialarbeit. „In meiner Funktion als Bildungsausschuß-Vorsitzende sehe ich das in ganz Berlin. Meine Sorge ist, dass durch die Folgen der Corona-Krise auch in den nun beginnenden Sommerferien die jungen Menschen weiter allein gelassen werden. Viele Familien haben, bedingt durch Kurzarbeit oder Jobverlust, ihre Urlaubspläne umgeworfen. Andere hatten einen Urlaub sowieso nicht auf der persönlichen Agenda. Das wird für diese Familien dramatisch!“

Ebenfalls eine Tradition im Frühjahr bzw. Frühsommer eines jeden Jahres ist der Besuch der „Zahnfee“ in den Kindertagesstätten des Ortsteiles. Anmelden konnten sich alle interessierten Kindertagesstätten. Die Nachfrage war auch in diesem Jahr besonders hoch – die Veranstaltungen waren bereits im Februar nahezu ausgebucht. „Unser Konzept ist, den Kindern mit einem vielseitigen Programm spielerisch die richtige Mundpflege, Eigenverantwortung und zahngesunde Ernährung nahe zu bringen“, so Demirbüken-Wegner. „Unser Ziel ist es, Kinder mit dem Besuch der ‚Zahnfee‘ auf diese wichtigen Themen neugierig zu machen und zusammen mit den Erzieherinnen und Erziehern nachhaltig etwas zur verbesserten Mundgesundheit beizutragen.“ Covid-19 machte auch hier einen Strich durch die Rechnung, das „Zahnfee-Kostüm“ mußte im Schrank des Wahlkreisbüros hängen bleiben. „Dennoch haben wir unter Einhaltung aller Hygieneregeln den Kitas im Ortsteil die Sachmaterialien jetzt zur Verfügung stellen können. Ich vermisse zwar den Kontakt mit den Kindern, aber so sind nunmal die Zeiten.“ bedauert Demirbüken-Wegner ihre Abstinenz.

Team Emine unterwegs: Sommerspaziergang. Hier: Gespräch mit einer PassantinNatürlich fanden auch auf der Strasse rege Bürgergespräche statt. Demirbüken-Wegner: „Naja, auf manch freudige Wiedersehensumarmung haben wir strikt verzichtet. Und so auf 1,50 bis 2 m sich zu unterhalten ist auch anstrengend. Wenn ich mal Corona rausnehme, dann drehte sich sehr viel um den Flughafen Tegel. Das Hin und Her um die nun nicht erfolgende vorzeitige Schließung spulte wieder die gesamte Bandbreite der Emotionen zum TXL wider. Gut angekommen ist die Ankündigung von Bezirksbürgermeister Frank Balzer, eine breite Bürgerbeteiligung zur städtebaulichen Zukunft des ‚Kutschi‘ zu ermöglichen. Empörung kam auf, wenn sich die Leute zu den Plänen des Senats betreffend der Einrichtung eines offenen Vollzuges für Sexualstraftäter äußerten. Das Verständnis der Menschen hier vor Ort ist nahezu gleich Null!“

Trotz teilweise einsetzenden Regen ging es dann bis in den Abend weiter. Nach den Sommerferien wird der nächste Kiezspaziergang wie gewohnt stattfinden. „Hoffen wir mal, dass wir alle gut und gesund durch die Zeit kommen und die Befürchtungen auf eine zweite Corona-Welle nicht wahrwerden. Die Zeiten werden nicht einfacher, das ist uns allen klar. Unser Bürgerbüro bleibt natürlich auch in den nächsten Wochen ansprechbar.“ verabschiedete sich das Team.
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