Gemacht
23.04.2020, 16:35 Uhr
CDU fordert gleiche Behandlung für alle „Corona-Helden“
 

Bei der Diskussion um Prämien für Menschen, die in der Corona-Krise besonders gefordert sind und sich durch ihre Arbeit hervortun, warnt die Berliner CDU vor Ungleichbehandlung. „Der Senat darf die Corona-Helden nicht in Helden erster und zweiter Klasse spalten. Der Dank sollte allen Helden der Krise gelten“, sagte CDU-Landeschef Kai Wegner am Donnerstag. „Sollte sich der Berliner Senat tatsächlich durchringen, den Helden der Krise eine Prämie zu zahlen, wäre das ein gutes Signal. Die aktuellen Pläne gehen jedoch nicht weit genug.“

Beispielsweise blieben die Menschen in den Supermärkten, in den Apotheken und in den privaten Einrichtungen auf der Strecke, die ebenfalls in den vergangenen Wochen Herausragendes geleistet hätten, argumentierte Wegner.

Im Senat gibt es die Überlegung, Tausenden in der Corona-Krise besonders geforderten Landesbeschäftigten eine Prämie von 1000 Euro zu zahlen. Zu den Begünstigten sollen nach Informationen des RBB Ärzte und Pfleger der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité zählen, aber auch Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter, Mitarbeiter der Gesundheitsämter, Erzieherinnen und Beschäftigte in Jobcentern. Beschlossen ist dazu allerdings noch nichts.

Die CDU schlägt vor, die Prämie in Form eines „Berlin-Schecks“ auszuzahlen. Dieser Wertgutschein soll in Form einer Scheckkarte überreicht werden, so dass der Betrag nicht nur in einzelnen Geschäften ausgegeben werden kann. Auf diese Weise ließe sich gleichzeitig die Berliner Wirtschaft stärken, so der CDU-Landesverband.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in Schreiben an den brandenburgischen Ministerpräsidenten und den Berliner Regierenden Bürgermeister Gespräche zur „Corona-Prämie“ vorgeschlagen. Verdi fordert praktikable und faire Lösungen und weist ebenfalls darauf hin, dass nicht nur Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen oder Kindertagesstätten eine Prämie bekommen sollten.