Gemacht
20.03.2020, 16:00 Uhr
Presseerklärung
Was muss noch passieren bis der Senat Schutzkonzepte gegen sexuellen Missbrauch im Schulgesetz verankert?
 

Zu den jüngsten Informationen über den Vorkommnissen an der Staatlichen Ballettschule Berlin erklärt die CDU-Abgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie, Frau Emine Demirbüken-Wegner:

"Spätestens nach dem Artikel im Tagesspiegel vom 18.03. 2020 zu den Missbrauchsvorfällen an der Staatlichen Ballettschule ist es kaum mehr glaubhaft, dass die zuständige Senatsverwaltung nicht schon vorher davon gewusst haben will. Daher klingt deren Aussage zur Aufklärung der Vorfälle in diesem Beitrag schon fast ein wenig zynisch, wenn zitiert wird, dass diese "nach dem Prinzip Sorgfalt geht vor Schnelligkeit" erfolgt.

Doch niemand will dem Senat unterschieben, dass er an einer Aufklärung nicht interessiert sei. Eines ist ist jedoch glasklar: Der Senat hat bei den präventiven Maßnahmen weder mit Sorgfalt noch mit Schnelligkeit reagiert, sondern schlichtweg versagt. So wurden die Notkonzepte der Berliner Schulen eben nicht zu Schutzkonzepten weiterentwickelt, wie es die Integrierte Maßnahmenplanung unter Maßnahme 1.1.1. c) als "Aktionsfeld Nr.1 "vorschlägt. Im Gegenteil: Der Senat hat 4 Jahre vertrödelt, obwohl er sich auf die Fahnen geschrieben hat, den IMP umzusetzen. Alles nachprüfbar in den 17 dazu gestellten Anfragen der CDU.

Daher war auch die Presseerklärung der zuständigen Senatorin zur Forderung nach Schutzkonzepten an den Schulen durch den Missbrauchsbeauftragten des Bundes, Johannes- Wilhelm Röhrig, vor einigen Wochen mehr billiges Lippenbekenntnis als Ausdruck echten Engagements.

Es bleibt darum die berechtigte Frage: Was muss noch passieren bis der Senat endlich aufwacht und die Forderung umsetzt, verbindliche Schutzkonzepte für alle Schulen im Schulgesetz zu verankern?
 

Ist es doch allerhöchste Zeit, um Schülerinnen und Schüler besser vor Übergriffen und Missbrauch in der Schule zu schützen.

SA. 18/22577 ab Frage 10
Integrierte Maßnahmenplanung gegen sexuelle Gewalt - IMP