Gemacht
12.03.2020, 08:40 Uhr | Derya Demirci
Bürgerbüro Emine Demirbüken-Wegner
Erste „DIGITAL-SPRECHSTUNDE“- Erste Erfahrungen…

Viele Menschen-insbesondere ältere-sind einsam, auch in unserem Bezirk. Um den Kontakt zur Familie, zu Freunden und Bekannten zu halten, ist vor allem für die ältere Generation das Telefon oder das Handy die einzige Möglichkeit, die Beziehungen zur Umwelt aufrecht zu erhalten. Doch was tun, wenn man mit Begriffen wie Facebook, Twitter, Instagram und WLAN nichts anfangen, geschweige mit denn eigenen Kindern in der Ferne nicht Skypen kann? Und wie weiter, wenn das Handy total „streikt“? Hier wollen wir Hilfe und Unterstützung anbieten:
Seit März wird deshalb im Bürgerbüro Scharnweberstraße 118 jeden 1. Mittwoch im Monat von 16 bis 18.00 Uhr eine digitale Sprechstunde angeboten. Als Referentin für die digitale Sprechstunde steht Frau Derya Demirci, Studentin der Politologie und Biologie im 6.Semester, zur Verfügung. Sie antwortet gern auf alle Fragen und Probleme und gibt praktische Tipps und Hilfestellungen für den alltäglichen ‚konfliktlosen‘ Umgang mit dem Handy und den gebräuchlichsten Kommunikationsplattformen. Hier nun ihr erster Erfahrungsbericht:

„Am 4.3.2020 habe ich die erste digitale Sprechstunde geleitet. Es hat mich gefreut, dass viele Interessierte vorbeigeschaut haben. Meine Erfahrung aus der eigenen Familie und dem Freundeskreis ist: es gibt gerade bei der älteren Generation, die nicht mit sozialen Medien und modernen Kommunikationsmitteln aufgewachsen ist, einen hohen Bedarf an Aufklärung. Die Besucher unserer ‚Digital-Sprechstunde‘ haben viele Fragen gestellt, sodass sie anfangen oder fortfahren können, das neu erlernte Wissen im Alltag umzusetzen. Dies ermöglicht ihnen, neue Türen zu öffnen und auch auf anderen Wegen in Kontakt zu treten. Mich hat besonders berührt, dass auf dem Handy einer Dame ein sowohl falsches Datum als auch eine falsche Uhrzeit eingestellt waren und sie darüber ehr unglücklich war. Das Problem konnte man innerhalb von einer Minute beheben. Dieser kleine Handgriff habe für sie eine große Bedeutung, so sagte sie mir danach. Ebenso habe ich mich besonders über einen Satz eines Herren gefreut. Nachdem ich ihm gezeigt habe, wie man mit bestimmten Programmen auf dem Smartphone umgeht, sagte er: ‘Endlich spricht mal jemand dabei, erklärt langsam und zeigt es mir nicht nur schweigend im Schnellschritt.

Ich gebe zu, in der Vorbereitung zur und während der ersten Minuten in der ‚Digital-Sprechstunde‘ war ich schon ein wenig aufgeregt. Aber diese 120 Minuten vergingen wie im Flug und so hoffe ich, dass noch mehr Menschen dieses Angebot in Anspruch nehmen. Ich jedenfalls freue mich auf das nächste Mal!“
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