Gemacht
23.11.2019, 10:14 Uhr
Presseerklärung
Balzer: Lösung zum Wasserproblem in der Cite Guynemer auf gutem Weg
 
Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) zeigt sich nach einer Reihe von Arbeitsgesprächen optimistisch, dass die Lösung der Frisch- und Abwasserprobleme in der ehemaligen französischen Siedlung 'Cité Guynemer' am Nordrand des Flughafens Tegel TXL in greifbare Nähe gerückt ist. "Wir haben in diesem Jahr eine Vielzahl an Gesprächen mit den Verantwortlichen geführt. Im Ergebnis stelle ich mit Erleichterung fest, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BIMA nun endlich begriffen hat, dass sie in der Verantwortung steht, für die Bürgerinnen und Bürger eine abschließende Lösung des Wasserproblems zu erreichen. Die BIMA weiß, dass sie allein eine Menge Geld in die Hand nehmen muß, um ein seit seit fast 20 Jahren währendes Ärgernis zu beseitigen."

Zur Erinnerung: Das von den Franzosen 'Cité Guynemer' benannte Wohngebiet hat erhebliche Probleme mit der Wasserver- und -entsorgung. Das alte Pumpwerk ist technisch in einem katastrophalen Zustand. Die Betriebsgenehmigung läuft eigentlich zum Jahresende 2019 aus. Bereits in den 1990er Jahren begann das Bundesfinanzministerium, in dessen Eigentum die Alliiertensiedlungen übergegangen waren, mit der Privatisierung -also Verkauf- der Flächen an private Investoren. Immer noch blaue Straßenschilder zeigen dem Passanten auf, dass die Straßen, die wie selbstverständlich befahren werden, nicht als sogenannt 'öffentlich gewidmet', also vom Land Berlin und hier durch den Bezirk übernommen worden sind. Der Grund ist einfach erklärt: der Ausbaustand der Straßen entspricht nicht dem, was das Land Berlin als Mindestbaustandard für seine Straßen voraussetzte bzw. selbst errichtete. Und das gilt vor allem für das, was man nicht sieht, weil es unter der Straßendecke sich befindet. Für die Alliierten galten eben andere Regeln im alten Westberlin. Anwohnerinnen und Anwohner sind nach all den Jahren gebeutelt und genervt von dem Hin und Her zwischen Bund und privaten Grundstücksgesellschaften auf der einen und dem Land und dem Bezirk auf der anderen Seite.

Die Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner und Bezirksbürgermeister Frank Balzer hatten sich nach vielen Gesprächen mit Anwohnervertretern entschlossen, nicht mehr darauf zu warten, dass die BIMA, private Investoren und die Berliner Wasserbetriebe (BWB) sich irgendwann einmal verständigen könnten. Frank Balzer führte unter seiner Federführung in diesem Jahr intensiv Gespräche mit den Hauptbeteiligten BIMA und BWB. "Es galt, der BIMA klar zumachen, dass sie mit dem früheren Verkauf der Flächen auch rechtlich nicht aus der Verpflichtung raus ist!", analysiert Emine Demirbüken-Wegner die Situation. Der Durchbruch wurde nun von Frank Balzer verkündet: "Die BWB zeigten sich sehr kooperativ. Ihr Vorstandsvorsitzender Simon und ich setzten unsere besten Fachleute ran. Der Bund bzw. die BIMA konnten von der Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit der Bürgeranliegen endlich überzeugt werden. Nun werden wir gemeinsam einen Investitions-Fahrplan entwickeln und zielgerichtet auf einen zukunftsfähigen Zustand der Anlagen hinarbeiten." Balzer zog zudem ein positives Ergebnis der in den letzten Jahren erfolgten Bautätigkeiten in der 'Cité Guynemer'. Mit dem Bau von neuen Wohngebäuden und der Aufstockung des vorhandenen Bestandes sei ebenfalls viel in die Infrastruktur der Siedlung investiert worden. Nach Einschätzung des Bezirksamtes Reinickendorf sind mittlerweile knapp 80% der Fläche auf einen vernünftigen technischen Standard gebracht worden.

"Mit der Schließung des TXL im Herbst des kommenden Jahres wird diese Wohnlage erheblich an Qualität gewinnen. Auch wenn wir berücksichtigen, dass nach dem Oktober 2020 mindestens 12 Monate vergehen werden, bis die zunächst erforderlichen Rückbauten am bisherigen TXL abgeschlossen sein können, bin ich für die Zukunft dieses Teils von Reinickendorf-West nahezu grenzenlos optimistisch. Der Start einer erfolgreichen Nachnutzung des TXL ist eine langwierige Aufgabe und wird Bahn brechen für mindestens 10 Jahre intensive Stadtentwicklung. Am Ende wird dort ein Quartier entstanden sein, das den Bedürfnissen und Ansprüchen künftiger Generationen an Wohnen, Gewerbe und Freizeit entsprechen wird." prophezeit Emine Demirbüken-Wegner für ihren Wahlkreis.