Gemacht
17.10.2019, 11:07 Uhr
Presseerklärung
Thema: Unterstützung der Sozialkommissionen und Sondersozialkommissionen durch den Senat 18/21094
Was bleibt sind leere Versprechungen!!
Die ehrenamtspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie, Emine Demirbüken-Wegner erklärt zur Antwort des Senats auf ihre Anfrage zur Situation der Sozialkommissionen (Soko) und Sondersozialkommissionen (Sonder-Soko) im Land Berlin:

„Ein Blick in die Koalitionsvereinbarungen von R2G lohnt immer. Und das sage ich wirklich ohne Häme, denn erst dieser Vergleich zwischen Anspruch und Wirklichkeit zeigt, wo der Senat versagt oder Lücken mit leeren Versprechungen füllt. Das trifft auch für die Sokos und Sonder-Soko zu. Hier verpflichtete sich die Koalition auf Seite 91, die Bezirke finanziell zu unterstützen, um den ehrenamtlichen Dienst im sozialen Dienst (die Sozialkommissionen) zu stärken. Überdies legte sie sich fest, den 1. Oktober als Tag der älteren Menschen in Berlin würdevoll zu begehen.‘

Was ist daraus geworden? Was bis jetzt umgesetzt? Nichts!
Weder der Tag der älteren Menschen noch die finanzielle Unterstützung der Sokos
!

Wäre es so, dann würde sich die Arbeit der rund 510 SoKos und 227 Sonder-Sokos mit ihren ca. 4359 Mitgliedern sehr viel problemloser gestalten. Es würden beispielsweise nicht 1070 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommissionen fehlen und die Aufgaben pro Mitglied könnten gleichmäßiger verteilt werden. Ebenso wäre durch verstärkte Werbung möglich das Durchschnittsalter in den Kommissionen zu verbessern. Es liegt derzeit bei 70,7 Jahren, wobei dass höchste Durchschnittsalter 80 und das niedrigste 66 Jahre beträgt.

Auch der Anteil der ehrenamtlich Engagierten mit Migrationshintergrund könnte mittels gemeinsamer Anstrengungen von Senat und Bezirken in einer bunten Stadt wie Berlin gesteigert werden. Zurzeit beträgt der Anteil nur 2% aller Soko-Mitglieder. Das ist in Bezug auf Berlin mit seiner ständig wachsenden Anzahl von Menschen mit Migrationshintergrund beschämend wenig.

Vor allem wäre es mit gezielter Unterstützung des Senats möglich, sich insbesondere den brennenden Problemen der zunehmenden sozialen Isolation und Einsamkeit älterer Bürgerinnen und Bürger zu widmen. Und ohne Zukunftsforscherin zu sein, daraus Wege aufzuzeigen, das wird die kommende zentrale Aufgabe der Sokos und Sonder-Sokos sein.

Die Bezirke werden jedoch mit all diesen drängenden Aufgaben allein gelassen!

Deshalb verwundert es nicht, dass starke Unterschiede die inhaltliche und organisatorische Arbeit prägen. Diese zu überwinden, müsste eigentlich ein gemeinsames Anliegen von Senat und Bezirken sein. Doch weit gefehlt.

Der Senat hat lediglich zu verkünden, er plane sich mit der geplanten Stärkung der Sokos und Sonder-Sokos auseinanderzusetzen. Dabei schloss er zugleich als besondere Beigabe eine Erhöhung der
Aufwandsentschädigung als Anerkennung für die geleistete Arbeit in den Sokos kategorisch aus. Es
könnten sich dadurch Ungleichheiten ergeben.

Lächerlich, als ob es diese nicht schon geben würde. Was für ein Armutszeugnis!!“


Anlage: SA 18/21094