Gemacht
08.09.2019, 13:45 Uhr
Presseerklärung
Thema: Kindergesundheit in den Berliner Grundschule
Was für ein Armutszeugnis: Senat interessiert sich nicht für die Gesundheit von Grundschulkindern!!
„In seltener Offenheit hat der Senat auf meine Schriftliche Anfrage 18/20510 gezeigt, dass ihm Fragen zur gesundheitlichen Situation der Berliner Grundschulkinder herzlich egal sind“, stellt die Abgeordnete der CDU-Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie, Emine Demirbüken-Wegner, fest.

„Ich bin entsetzt, wie wenig Bereitschaft der Senat erkennen lässt, sich mit diesen sensiblen Fragen auseinander zu setzen. Immer wieder versteckt er sich hinter der Ausrede angeblich fehlender Daten, um gleichzeitig unmissverständlich klar zu machen, dass er an einer Lösung dieses selbst verursachten Dilemmas nicht arbeiten wird.

Das ist in mehrfacher Hinsicht ein Skandal: Zum einen verstößt der Senat gegen sein eigenes Gesundheitsdienstgesetz mit seinen hohen Auflagen zur Gesundheitsberichtserstattung. Zum anderen wird die Öffentlichkeit mit Behauptungen ruhiggestellt, die einer Prüfung letztendlich nicht standhalten. So nehmen beispielsweise nur 15% der Grundschulen am Landesprogramm „Gute gesunde Schule“ teil. Messbare Ergebnisse des Programms werden nicht erfasst und können demnach auch keine Rolle bei strategischen Fragen der Gesundheitsförderung von Grundschulkindern spielen.

Das trifft ebenso auf die Fördermaßnahmen für entwicklungsverzögerte Kinder, für chronisch kranke Kinder sowie für Kinder mit Behinderungen zu. Auch hier werden keine Daten erhoben, obwohl dies zur Verbesserung des Fördersystems dringend notwendig wäre.

Fazit: Kindergesundheit in der Grundschule? Was ist das? Den Senat scheint das Thema zum Nachteil von Kindern und Eltern jedenfalls nicht sonderlich zu interessieren!“

Anlage: SA 18/20510