Gemacht
25.03.2019, 12:44 Uhr
Presseerklärung
Qualität des schulischen Mittagessens

Zunächst bleibt alles beim Alten - das kostenlose Mittagessen macht noch keine bessere Qualität! - Pünktlich vier Monate vor Einführung des kostenlosen Mittagessens für die Berliner Grundschüler erwachte die Koalition aus ihrem Winterschlaf und legte neben einer Schulgesetz-Änderung auch einen Antrag zu dessen qualitativer Verbesserung vor.

Dazu erklärt die Abgeordnete der CDU-Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie, Frau Emine Demirbüken-Wegner:

"In der äußerst bizarr verlaufenden parlamentarischen Debatte zum Thema in der letzten Plenarsitzung am 21.März 2019 fuhren Linke und SPD schwere ideologische Geschütze auf. Während die einen die Einführung des kostenlosen Mittagessens als historisch und Sieg gegen die Kinderarmut feierten, gerierten sich die anderen unter dem Slogan "Wir entlasten Berlin" als die wahren Verfechter und Bewahrer der sozialen Gerechtigkeit. Daneben nahmen sich die Grünen geradezu bescheiden aus mit ihrem Freudenausbruch, dass es nunmehr mehr Bioanteile im Essen geben werde. Dass dies aber nur möglich ist, wenn der Vertrag mit den Caterern vorzeitig geändert wird, liegt auf der Hand. Doch der Senat bleibt bei 2020. Und bis dahin können weitere Kinder, an Mineralstoffen arme, wenig abwechslungsreiche, zu warm oder zu kalte kleine Portionen zu sich nehmen!

Leider spielten auch die bezirklichen Probleme, die sich mit der Einführung des kostenlosen Mittagessens ergeben, nur eine untergeordnete Rolle. Zwar will die Koalition 5 Millionen für die Ausstattung von Mensen spendieren, aber Besteck und Frischetheken allein lösen nichts. Doch immerhin lässt der Senat jetzt eine Liste herumgehen, um zu erfahren, wie viele Kinder denn nun wirklich am Essen teilnehmen werden. Es bleibt zu hoffen, dass das Ergebnis den Kindern schmeckt!