Gemacht
28.02.2019, 13:20 Uhr
Presseerklärung
Behördenstandort statt Wohnungsbau? – Bürgerdialog zeigt Ausmaß der Empörung!

Beim gestrigen Bürgerdialog der CDU Wittenau und der CDU Reinickendorf-West zur Zukunft des Geländes der früheren Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (KaBoN) haben sich die teilnehmenden 70 Bürger und Nutzer der Flächen für eine maßvolle und zügige Bebauung mit 500 bezahlbaren Wohnungen im Bereich der "Sternhäuser" ausgesprochen. Die von der Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) auf Verwaltungsebene neu eingebrachte und diskutierte "Maximalvariante" mit 1700 Wohnungen, die zum Teil auf Waldflächen gebaut werden sollen, trifft sowohl beim Bezirksamt als auch bei den Bürgern auf massive Ablehnung.

"Der von den Berliner Forsten als sehr wertvoll eingeschätzte Bestand mit seltenen Baumarten darf auf keinen Fall reduziert werden. Bei der Rodung einer so großen Fläche wäre kein Ausgleich für das Stadtklima möglich", so der Wittenauer Bezirksverordnete Björn Wohlert.

Viele Bürger wünschen sich auf dem KaBoN-Gelände ein generationenübergreifendes Wohnprojekt und Angebote für Senioren.

Dazu erklärt die Abgeordnete für Wittenau-Süd Emine Demirbüken-Wegner:

"Nachdem der Senat leider eine Akademie für Gesundheitheitsberufe mit Campuscharakter von Vivantes und Charite mit Wohnungen für Studenten verhindert hat, wäre ein generationenübergreifendes Wohnprojekt mit Blick auf den sozialen Frieden eine große Chance. Dieses könnte auch mit der Planung einer dringend benötigten Seniorenfreizeitstätte im Umfeld einhergehen."

Zudem wurde beim Bürgerdialog darüber Einigkeit erzielt, dass die soziale Infrastruktur ausgebaut werden muss, der ehemalige Friedhof gesichert und als Gedenkort entwickelt werden sollte und die Hippotherapie, die Menschen mit Bewegungsstörungen über eine gezielte Reittherapie unterstützt, am Standort erhalten bleiben soll.