Gemacht
29.01.2019, 10:55 Uhr | Emine Demirbüken-Wegner
Pressemitteilung
Kitaelend - Warnstreiks

Wie viele Streiks werden dem heutigen folgen?

Noch immer sind die Berliner Erzieherinnen und Erzieher einkommensmässig von den anderen Bundesländern abgehängt und verdienen zum Beispiel im Vergleich zum Nachbarland Brandenburg bis zu 450 € weniger. Dass sich das ändern muss, darüber waren sich die Parteien im Abgeordnetenhaus - auch um den Fachkräftemangel wieder halbwegs in den Griff zu bekommen - zumindest im Mai letzten Jahres zum Höhepunkt der Kita-Krise einig.

Doch seither ist nichts Nennenswertes durch den Senat passiert. Zwar versichert die zuständige Senatorin immer wieder, sie habe das Thema im Blick, doch sie weiß, dass dafür eigentlich ihrem Senatskollegen für Finanzen eine besondere Verantwortung zukommt.

Dazu erklärt die CDU-Abgeordnete Frau Emine Demirbüken-Wegner:

"Während Frau Scheeres sich zurücklehnt und dem Finanzsenator die Lösung des Problems zuschiebt, dämpft dieser schon mal die öffentlichen Erwartungen. Er hält die Forderungen zur Angleichung der Einkommen der Berliner Erzieherinnen und Erzieher zu anderen Bundesländern sowie deren bessere tariflichen Einstufung für nicht finanzierbar. Deutlicher kann man eigentlich nicht ausdrücken, wie egal einem eigentlich das Senatsgeschwätz von gestern ist.

Die Koalitionsfraktionen sehen diesem Treiben seit Monaten kommentarlos zu, was einen verheerenden Eindruck auf die Betroffenen machen muss. Ich habe deshalb großes Verständnis, dass diese sich und ihre Forderungen über einen Warnstreik wieder ins Bewusstsein bringen wollen.
Die Senatspolitik allerdings ist völlig inakzeptabel. Sie wird weitere Streiks provozieren. Fragt sich nur wie viele!