Gemacht
17.01.2019, 21:05 Uhr
Bürostandort Wittestrasse: Das Geld bleibt - statt Bank künftig Finanzamt
 
Jedermann im Bezirk kennt die roten Büro-Fassaden zwischen Witte- und Berliner Straße. Von der Autobahn aus sieht man die Reklamebänder ansässiger Firmen, so auch das der Berliner Volksbank e.G., die dort ihren Hauptsitz hat. Aber der aufmerksame Zeitungsleser wird es schon längst wissen, die Berliner Volksbank wird ihre Zentrale verlegen.
Im November 2017 legte die Berliner Volksbank den Grundstein für ihr neues Verwaltungsgebäude in der City West. Das Gebäude entsteht als Teil des von einem Unternehmen der SSN Group AG entwickelten "Quartier Bundesallee" mit Büro-, Wohn und Gewerbenutzung und wird von der Berliner Volksbank schlüsselfertig übernommen. Die Fertigstellung ist für das 4. Quartal 2019 geplant. Dann wird die Berliner Volksbank auch in der Wittestrasse ausziehen.
Vor dem Hintergrund des Auszugs der Bank wurde das Gewerbegrundstück auf dem Markt angeboten. Der Senat von Berlin hat im Rahmen seines Rückkaufprogramms diesen Komplex erworben. Nach bisherigen Sachstand plant der Senat, an diesem Standort zumindest Teile des Finanzamtes Reinickendorf einzurichten.
Finanziert werden diese Maßnahmen über das Programm SIWANA IV. Hintergrund ist der Wunsch des Landes Berlin, aus angemieteten Räumen hinauszugehen und Verwaltungsdienstleistungen zu konzentrieren. Damit kann auch das auf dem Gelände bzw. im Umfeld ansässige private Handels- und Dienstleistungsgewerbe weiter von einer größeren Anzahl an Mitarbeitern und deren Kaufkraft profitieren.
Ein besonderer Aspekt ist die Historie: bevor das Reinickendorfer Finanzamt in den frühen 1970ern an den Standort Nordgraben zog, war es im alten Backsteingebäude neben dem Borsigtor ansässig. Also ist es auch eine Rückkehr (fast) an die alte Stelle.