Emine Demirbüken-Wegner
Besuchen Sie uns auf http://www.emine-dw.de

DRUCK STARTEN


Gemacht
26.06.2019, 19:19 Uhr
Presseerklärung
Teilfläche des Paracelsus-Bades soll zugunsten einer Modularen Flüchtlingsunterkunft aufgegeben werden!
 
Der Senat von Berlin hat in seiner dies wöchigen Sitzung erste konkrete Massnahmen zur Errichtung einer Modularen Flüchtlingsunterkunft (MUF) am denkmalgeschützten Reinickendorfer Paracelsusbad beschlossen. Dafür werden aus dem Bestand der Berliner Bäderbetriebe knapp 6.000 qm Grünfläche mit Jahrzehnte alten Baumbestand an die berlin eigene Berlinovo zu übertragen, damit diese die bauvorbereitenden und -ausführenden Maßnahmen erledigt. Die Reinickendorfer Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner (CDU) dazu: „Rot-Rot-Grün beweisst mit diesem Beschluss, dass diesem Senat die Bürgermeinung vollkommen egal ist. Im Kernbereich des Bezirks finden wir eine äußerst angespannte soziale Lage vor. Der Standort Paracelsusbad ist praktisch in der Mitte zweier extrem problematischer Quartiersmanagementgebiete (Auguste-Viktoria-Allee und Lettekiez). Quasi in Nachbarschaft zum geplanten Standort befinden sich zahlreiche Unterkünfte für Flüchtlinge, tlw. in Hotels, Hostels und Pensionen. Auf dem Gelände der ehem. Karl-Bonhoefer-Nervenklinik (KaBoN) wurde vor gut zwei Monaten ein neues Ankunftszentrum für Flüchtlinge eröffnet. Statt sich in der Hoffnung auf Schliessung des Flughafens Tegel TXL auf eine langwierige Entwicklung zur Beseitigung vieler sozialer ‚Schieflagen’ in den Ortsteilen Reinickendorf West und Ost einzurichten, verfestigt der Senat mit seinem faktischen Standortbeschluss die negative Entwicklung! Dem Senat ist offensichtlich auch egal, dass in diesem ohnehin baulich stark verdichteten Bereich eine riesige Grünfläche ‚zerschmettert’ werden wird. Dass zudem eine MUF mit dem architektonisch wertvollen Paracelsusbad ‚harmonieren‘ kann, glaubt auch nur ein Träumer. Der Denkmalschutz wird mit Füssen getreten!“

Demirbüken-Wegner, die Vorsitzende des Bildungsausschusses ist, weiter: „Keine der angrenzenden Schulen und auch keine der vorhandenen Kitas ist in der Lage, die mit dem MUF kommenden quantitativen und qualitativen Vorraussetzungen für eine ordentliche Betreuung der Kinder zu gewährleisten! Weder existieren dazu notwendige Grundstücksreserven noch gibt es Ausbaupotentiale in den jetzigen Einrichtungen. Der Senat entscheidet hier sehenden Auges zulasten von Kindern und späteren Jugendlichen und lässt die Eltern -im übrigen auch der Flüchtlingsfamilien- total im Stich!“