Gemacht
20.11.2017, 10:33 Uhr
Aus der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf
Die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf (BVV Rdf.) wird sich im Dezember u.a. mit dem Datenmonitoring für den Ortsteil Reinickendorf-West abschließend beschäftigen.

Weiterhin wird durch die BVV das Projekt 'Babylotse/in' für das Vivantesklinikum Humboldt angeschoben werden.

Unter Datenmonitoring für Stadt- oder Ortsteile (dt.: Stadtüberwachung) versteht man die langfristige Beobachtung ausgewählter Kenngrößen zum Zwecke der Nachvollziehbarkeit des Stadtentwicklungskonzeptes. Ziel ist es, eingeleitete Maßnahmen zu bestätigen oder im Falle eines Misserfolges gegenzusteuern. Die Ziele der Stadtentwicklung werden in einem Stadtentwicklungskonzept definiert. Das Stadtentwicklungskonzept definiert den langfristigen Handlungsrahmen für eine städtebaulich geordnete, sozial verträgliche, wirtschaftlich tragfähige und ökologisch nachhaltige Stadtentwicklung. Das Stadtmonitorring definiert zunächst die Beobachtungsschwerpunkte (Nachhaltigkeitsindikatoren), an denen die Wirksamkeit der Maßnahmen aus dem Stadtentwicklungskonzept überwacht wird. Durch die Erhebung der Indikatoren und den Vergleich über mehrere Jahre werden Entwicklungstendenzen deutlich, die entweder die getroffenen Maßnahmen bestätigen oder eine Korrektur einleiten. Der BVV-Ausschuss 'Sozialraumorientierung', dessen Mitglied der Bürgerdeputierte Michael Ermisch (TEAM REINICKENDORF WEST) ist, hat auf seine letzten Sitzung den abschließenden Beschlusstext formuliert und legt diesen nun der BVV zur Beschlussfasung vor. Wörtlich heißt es: "Das Bezirksamt wird ersucht, ein Konzept für ein jährliches Datenmonitoring auf der Grundlage der im Grobscreening verwendeten Daten für den Stadtraum Reinickendorf-West zu entwickeln und schnellstmöglich der BVV vorzustellen."

In der letzten Wahlperiode 2011-2016 hatte das Projekt "Babylotsen" durch die seinerzeit amtierende Gesundheitsstaatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner politische Priorität erhalten. Das Projekt "Babylotse"  ist ein in Geburtskliniken und Arztpraxen verbreitetes Präventionsprogramm zum vorbeugenden Kinderschutz und zur frühen Gesundheitsförderung von Kindern. Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende in der BVV Rdf. Kerstin Köppen wurde aktiv und brachte einen Antrag ein, der sicherstellen soll, auch im Bezirk -hier durch das landeseigene Vivantesklinikum Humboldt- im Interesse des Kinderschutzes Aktiver zu sein und den Eltern eine weitere feste 'Anlaufstation' in Wohnortnähe anzubieten. Der nun einmütig gefasste Beschlusstext lautet: "Dem Bezirksamt wird empfohlen zu prüfen, ob das Projekt „Babylotsen“ auch im Vivantes Humboldt- Klinikum installiert werden kann. Zudem wird dem Bezirksamt empfohlen, die zuständige Senatsverwaltung zu bitten, das Projekt „Babylotsen“ in die Regelfinanzierung zu überführen, sodass das Projekt auf das Humboldt-Klinikum dauerhaft ausgeweitet werden kann."