Gemacht
29.09.2017, 19:37 Uhr
Mark-Twain-Grundschule feiert Wiedereröffnung der Turnhalle mit großem Fest
Am 27. September war es endlich soweit: die Mark-Twain-Grundschule in der Auguste-Viktoria-Allee feierte mit einem großem Fest die Wiedereröffnung ihrer Turnhalle. 

Schulleiterin Christine Paetzel: „Bereits vor den Sommerferien stand uns die Turnhalle wieder für den Schulsport zur Verfügung. Aber, wie das eben so ist, es fehlte ein wenig hier und da. Der Schulabschluss unserer damaligen Sechst-Klässler stand auf dem Kalender. Die Zeit, um richtig zu feiern, war einfach nicht gegeben. Also haben meine Kolleginnen und Kollegen beschlossen, mit Beginn des neuen Schuljahres diesen Anlass würdig zu begehen. Schließlich stand uns die Turnhalle fast zwei Jahre nicht bzw. nur eingeschränkt zur Verfügung. Und nun, da wir etwa 70 neue Schüler unter uns haben, ist die Freude über die Wieder-Inbetriebnahme umso größer!“

Im Dezember 1998 fand die erste glanzvolle Eröffnung der neuen Sporthalle nach nur einem Jahr Bauzeit und Übergabe durch das Bezirksamt Reinickendorf an die Schule statt. Paetzel mit einem Lächeln im Gesicht: „Während die Besucher sich noch am Buffet labten, begannen die Schüler schon mit dem Sportunterricht…“ Im September 2015 wurden aufgrund der Flüchtlingswelle in Berlin seitens der Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller Turnhallen als Flüchtlingsunterkünfte geprüft und einige beschlagnahmt. Mit darunter war Halle der Mark-Twain-Grundschule. Es kam daraufhin zu Elternprotesten, weil die Informationen über das die künftigen Planungen für die Nutzung der Halle nur spärlich flossen. Danach konnte der Sportunterricht für ca. 10.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin nur eingeschränkt stattfinden. 65 Schulen waren betroffen, einige sind es bis heute! Es wurden und werden  Interimslösungen durch den Senat für Schulen und Vereine angeboten. Viele davon sind jedoch für die Schulen nicht umsetzbar. Auch die Mark-Twain-Schülerinnen und Schüler mussten auf andere Schulen ausweichen, ebenso Sportvereine wie die Reinickendorfer Füchse und die Berliner Bären.  Im September 2016 wurde die Turnhalle endlich geräumt. Christine Paetzel setzte ‚Himmel und Hölle‘ in Bewegung, um zügig die notwendige Sanierung der Sporthalle auf den Weg zu bringen. Zusammen mit der Wahlkreisabgeordneten Emine Demirbüken-Wegner holte sie das bezirkliche Facility Management schnell an die Schule. Es folgten die Schritte Baubedarfsermittlung, Finanzierungszusagen, Bau, provisorische und später endgültige Fertigstellung der Baumaßnahmen. Bis Ende Mai 2017 wurde dafür 285.000 Euro ausgegeben. Christine Paetzel dazu: „ Mit der vorläufigen Wiedereröffnung der Turnhalle vor den Sommerferien durch das Bezirksamt war die Freue über die Sanierung groß. Die Zeit der Entbehrungen für Schüler und Sportler wart vorbei. Schließlich muss der Sport muss wieder seinen Raum haben, denn er ist Bindeglied in unserer Gesellschaft. Außerdem war dieser Schritt ein gelungener Auftakt für die notwendigen Sanierungen weiterer Turnhallen im Bezirk. Ich will aber auch gleichzeitig Dank sagen für das solidarische Verhalten der Schulen gegenüber Flüchtlingen. Der Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, den Lehrerinnen und Lehrern und den Eltern gleichermaßen!“

Nun jetzt, am 27. September 2017 folgte die schulinterne Wiedereröffnung! Die Zeit der Zwischenlösungen für den Sportunterricht ist vorbei, die Schülerinnen und Schüler können ihre Turnhalle wieder in Besitz nehmen. Bewegung, Sport,  Spiel und Spaß haben in der Schule wieder ihren angestammten Raum, der ohne  Einschränkungen genutzt werden kann. Das freut auch Lehrer und Eltern. Die Schule ist voll des Lobes für das Bezirksamt Reinickendorf. Dieses setzte die Sanierung in Rekordzeit um. Das sollte Nachahmer auch in anderen Bezirken finden! Emine Demirbüken-Wegner in ihrem Grußwort während der Schulfeier: „Großes Lob gebührt dem Kollegium der Schule und dem Hausmeister! Die Schulleiterin Christine Paetzel hat mit Hartnäckigkeit und Ausdauer es geschafft, dass die Turnhalle schon nach einem Jahr voll saniert der Schule wieder zurückgegeben werden konnte. Sie hat sich dabei zu einer professionellen Bauleiterin entwickelt!“


Mit einem sehr umfangreichen und beeindruckend aufregenden Bühnenprogramm  begleitete das Kollegium die Eröffnungsfeier. Musikschulleiterin HALIME KARADEMIRLI hatte ein umfangreiches Bühnenprogramm arrangiert.  Ein Höhepunkt war der Auftritt der  Tanzgruppe ILKER & SONER des Konservatoriums für türkische Musik Berlin (BTMK),  die ‚Zeybek‘, also Tänze von der Ägäischen Küste vorführte. Die Schülerinnen und Schüler begleiteten das Fest mit einem Sponsorenlauf und vielen sportlichen Aktivitäten auf dem Schulhof und in der Sporthalle. Und natürlich, wie bei der ersten Einweihung vor knapp zwanzig Jahren: Es fehlte nicht an kulinarischen Köstlichkeiten…