Gemacht
26.09.2017, 13:43 Uhr
50 Jahre Till-Eulenspiegel-Schule
Die Till-Eulenspiegel-Schule ist eine offene Ganztagsschule im Ortsteil Reinickendorf-West, an der Humboldtstraße 8, direkt angrenzend an den historischen Kern des Bezirks rund um Alt Reinickendorf und die Residenzstrasse.
Hier lernen derzeit 415 Schülerinnen und Schüler - eine bunte Mischung, die von 31 Lehrerinnen und Lehrer sowie 16 Erzieher und Erzieherinnen betreut werden.  Namensgeber der Schule ist die nahezu Jedem bekannte Literaturfigur Till Eulenspiegel, der angeblich als umherstreifender Schalk im 14. Jahrhundert lebte. Er war Protagonist einer mittelniederdeutschen Schwanksammlung, die um 1510 erstmals erschien. Forscht man ein wenig mehr nach dieser Figur, so kommt  Erstaunliches zu Tage: Nach der Überlieferung wurde Till Eulenspiegel im Jahre 1300 in Kneitlingen am Elm geboren und in dem Nachbardorf Ampleben in der Schlosskapelle seines Taufpaten Till von Uetze getauft. Die Taufe soll von dem Abt Arnold Pfaffenmeyer (oder Arnold Papenmeyer) des Aegidienklosters vollzogen worden sein. Laut Götzinger hieß es im Volksbuch zu seiner Herkunft: „Bei dem wald Melme genannt, in dem land zu Sachsen, in dem Dorf Knetlingen, da ward Ulnspiegel geborn, und sein Vater hiess Claus Ulnspiegel und sein Mutter Ann Witcken (zitiert nach Wikipedia). Eulenspiegel ist nicht als ausgewiesener Narr herumgezogen; tatsächlich war er seinen Mitmenschen an Geisteskraft, Durchblick und Witz überlegen. Eulenspiegels Streiche ergaben sich meist daraus, dass er eine bildliche Redewendung wörtlich nahm. Er verwendete dieses wörtlich nehmen als ein Mittel, die Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen bloßzustellen und seinem Ärger über Missstände seiner Zeit Luft zu machen.



Am 23. September feierte die Schule ihr 50-jähriges Jubiläum. Und um dem Namensgeber die Ehre zu erweisen, lautete das Motto "Ich bin Till, Till, Till und ich mache, was ich will!“ So schallte es am Festtag dann auch musikalisch von den Musiklehrern mitreißend angeleitet immer wieder fröhlich über den Festplatz auf dem Schulgelände der Till-Eulenspiegel-Schule. Mit einem umfangreichem Bühnenprogramm, Spielen, Hüpfburg, Sportangebot, Musiktheater und allerlei kulinarischen Angeboten wurden die Gäste unterhalten. Mit dabei waren u.a. die Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner, ihr in Reinickendorf-Ost gewählter Parlamentskollege Burkhard Dregger und natürlich der zuständige Schulstadtrat Tobias Dollase. Organisiert wurde das Fest vom Förderverein der Schule, deren Organisator Frank Riesenberg alle Hände voll zu tun hatte, die Vielzahl der Besucherinnen und Besucher ‚in geordneten Bahnen‘ zu halten. Konrektor Hr. Hünecke: „Auf der Fläche zwischen Humboldtstraße und Lindauer Allee wurde im April 1967 die 4. Grundschule Reinickendorf nach rund zweijähriger Bauzeit feierlich eröffnet. Heute feiert unsere Schule demnach ihr 50jähriges Bestehen. Für uns ist dieses Jubiläum nicht nur ein guter Grund für ein rauschendes Fest, sondern zudem auch eine gute Gelegenheit, in den Archiven zu stöbern. Aber bei aller Freude im Rückblick gilt unser Augenmerk unseren jetzigen Schülerinnen und Schülern. Mit den Schwerpunkten Lesen und Sport -hier sind wir bspw. beim ISTAF Schülersport sehr erfolgreich- kümmern wir uns um die Notwendigkeiten, die unseren Kindern in ihrer Entwicklung weiterhelfen sollen.“ Die Besonderheit der Schule liegt im Lehrplan ab der Dritten Klasse: Das Fach ‚Soziales Verhalten‘ ist fester Bestandteil des Stundenplanes.



Das Fest wäre nicht möglich geworden, wenn es nicht den Förderverein um Thomas Günther, Garnet „Netti“ Grieger,  Timo Müller, Dirk Bauer und Frank Riesenberg gäbe. Der Förderverein wurde im Jahr 2000 von Eltern gegründet, die mehr für ihre Kinder an der Schule tun wollten. Seitdem fördert der Verein durch seine Arbeit viele Aktivitäten an der Till-Eulenspiegel-Grundschule. Frank Riesenberg: „Eltern und Lehrer unserer Schule haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Schulleben unserer Kinder schöner zu gestalten und zu unterstützen. Deshalb hilft der Verein nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern beteiligt sich auch aktiv bei unterschiedlichen Projekten.“ Der Förderverein unterstützt ausschließlich gemeinnützige Zwecke, die finanziellen Beiträge der Mitglieder kommen direkt den Kindern unserer Schule zugute. In den letzten Jahren wurde viel erreicht. Einen kleinen Einblick in einige Aktionen, die für die Kinder und die Schule erreicht und geschafft wurden, findet man in der Fördervereinshistorie.