Gemacht
02.07.2017, 20:51 Uhr
SegenskirchenGemeinde: Workshops zum Thema „Meine Wurzeln – Hier stehe ich – Was nun?“
Viele Soziale Träger und Institutionen in Reinickendorf-West engagieren sich über ihren eigentlichen Auftrag hinaus im Ortsteil. Beispielgebend für einen solchen Blick ‚über den eigenen Tellerrand hinaus‘ ist die Segenskirchengemeinde, die quasi an ‚beiden Enden‘ des Ortsteiles mit der Segenskirche wie dem Albert-Schweitzer-Haus nicht nur örtlich präsent ist.
Im Rahmen des  Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend läuft in vier Workshops von Mai bis November 2017 die Fortbildungsreihe „Eigene Wurzeln erkennen-Werte leben-Toleranz üben“.

Die von Dr. Ilsabe Alpermann (Amt für kirchliche Dienste) geleiteten Veranstaltungen stehen unter der Überschrift ‚Meine Wurzeln – Hier stehe ich – Was nun?‘ und richten sich an pädagogische Fachkräfte.
Dazu heißt es in der Ankündigung: „In diesen vier Workshops werden die Themen Identität und Fremdheit, religiöse Bindung und Vermittlung von Werten erarbeitet. Ziel ist es, sich der eigenen Prägungen in einem multiethnischen und multireligiösen Umfeld in Bildungseinrichtungen und in der Öffentlichkeit bewusst zu werden,  und sie in einer Haltung der Toleranz klar zu vertreten. Dem liegt die Erfahrung zugrunde, dass es gerade im Umgang mit radikalisierenden Tendenzen und respektlosem Verhalten wichtig ist, sich selbst klar verorten zu können. Also ist es übergreifendes Ziel der veranstaltungsreihe, die Grundwerte für das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft zu stärken und die Handlungskompetenz im beruflichen und öffentlichen Kontext zu steigern.“

Jeder der fast ganztägigen Workshops ist eine Mischung aus Gruppenarbeit und Plenum. Der Austausch über individuelle Erfahrungen im Leben sowie aus dem  fachlichen Rahmen der eigenen beruflichen Erfahrungen steht dabei immer wieder im Mittelpunkt. Erwartungen und Ziele zu formulieren sowie eigene Erfahrungen von Fremdheit beizusteuern sind die Basis intensiver Diskussionen.

Der Workshop Ende Juni war zunächst davon geprägt, einen kurzen Rückblick auf das vorangegangene Treffen zu geben. Sodann wurden kleine Arbeitsgruppen (AG) zum Thema "Was mich hält" gebildet. Die Ergebnisse wurden schriftlich festgehalten (siehe auch Abbildungen). Danach erfolgte im Plenum die Vorstellung dieser durch die AG’s. Hier wurde diskutiert und sich ausgetauscht. Weiter ging es in den AG’s anhand eines von der Workshop-Leiterin, Fr. Dr. Alpermann erstellten Gesprächsleitfadens. Dabei wurden insbesondere Fallbeispiele bearbeitet. Hier sollten z.B. schwierige Begebenheiten mit einem Klienten oder ein akutes bzw. schon länger andauerndes Problem oder auch Fragen zum eigenen Verhalten in einer bestimmten Situation erörtert werden.  Auch diese Ergebnisse wurden später im Plenum schriftlich festgehalten. Zum Abschluss tauschten sich die Teilnehmer zur Gesamtathmosphäre dieses Workshops aus. Reaktionen wie „Die Runde war sehr beeindruckend!“, „Man braucht für die Umsetzung der hier entstandenen Ideen Verbündete!“, „Ich habe hier nette Menschen kennen gelernt!“, „Man konnte sich hier Raum nehmen, um miteinander ins Gespräch zu kommen!“, „Die hier erlebte Offenheit tat gut!“, „Ich habe Neues und andere Sichtweisen kennen gelernt/erfahren!“, verursachten bei den Teilnehmern Lust und Neugierde auf mehr.

Nach den Sommerferien finden noch zwei Workshops statt:
Am 20.09.2017 zum Thema
„Religion und Heimat: Fremd sein in der Fremde – Religion gibt Heimat“

Am 29.11.2017 zum Thema
„Zu den Wurzeln stehen und die Werte vertreten“

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. Anmeldungen per Mail an kuesterei@segenskirche.de oder unter Telefon 030/412 2667 (Fr. Endriszewitz)
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