Gemacht
04.06.2017, 14:27 Uhr
Barrierefreiheit: ‚Kiez-Berollung‘ in Reinickendorf-West
Pünktlich zum Monatsende Mai fand mit dem Quartiersmanagement AVA/Klix eine sogenannte ‚Berollung‘ des Quartiers in Reinickendorf-West statt. Mit dabei waren natürlich die Mitarbeiter des QM, Mitglieder des Behindertenbeirates, eines Mieterbeirates aus der Quäkerstrasse, Aktive des Seniorenschutzbundes sowie Mitglieder des ‚TEAM REINICKENDORF-WEST‘ rund um die Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner.
Zu Anbeginn des Termins tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über verschiedene grundsätzliche Fragen und Probleme der Barrierefreiheit im Kiez aus. Gerne sähe man es bspw., wenn Orte für politische Einladungen und Veranstaltungen so gewählt würden, dass auch ein jeder ungehinderten Zutritt vorfände.

Demirbüken-Wegner: „Unsere Art Politik zu machen bedeutet, tief in die Strukturen zu gehen und sich mit den Belangen der Bürger auseinanderzusetzen und Verbesserungen anzustreben. Insbesondere unsere Bezirksverordneten und  Bürgerdeputierten haben bezüglich ihrer ehrenamtlichen Aufgabe ein besonderes Verständnis einer Scharnierfunktion zwischen Bürger und Bezirksamt“.
Inhaltlich wurden viele örtliche Mängel und daraus resultierende Initiativen (angedachte Lösungen in ‚fett‘) angesprochen:
  • Am S-Bahnhof Eichborndamm existiert ein ‚Trampelpfad‘, der zu einer kleinen ‚Parkanlage‘ führt. Hier wird ein ebener Weg sowie eine Beleuchtung angeregt; Die Beleuchtung kann ggf. vom QM in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt realisiert werden, sofern eine Notwendigkeit in diesem "nicht öffentlichen Bereich" besteht - der Pfad/Zugang zum Parkgelände wird vermutlich nur durch das QM geebnet werden können!
  • Von der Waldstraße kommend an der General-Barby-Straße wird ein geebneter Zugang gewünscht; QM wird sich mit dem Bezirksamt dazu beraten!
  • bei einer Grünfläche mit Spielplatz am Rodelandweg ist eine Kante, über welche man leicht stolpern kann, außerdem schließt eine Tür des Spielplatzes nicht; QM wird sich an das Bezirksamt wenden, um den Spielplatz insgesamt begutachten zu lassen und ggf. Unfall/Verletzungsgefahren auszuschließen!
  • wenn man von der Kienhorststraße durch die Häuser zum Mellerbogen möchte, befinden sich drei Poller, die farblich besser gekennzeichnet werden sollen; QM wird sich an die Charlottenburger Baugenossenschaft wenden, die wahrscheinlich Grundstückseigentümer sind!
  • Kienhorststraße Ecke General-Barby-Straße sind keinerlei Absenkungen des Bordsteins;
  • Vom Engelmannweg her ist der barrierefreie Zugang zum Rosengarten nicht gewährleistet; QM wird sich mit dem bezirklichen Garten- und Strassenbauamt (GSA) beraten!
  • General-Barby-Straße Ecke Scharnweberstraße sollte eine Ampel eingerichtet werden, die Geräusche bei Grün abgibt, um Blinden einen sicherer Übergang zu ermöglichen; QM wird sich dazu an das Bezirksamt wenden!
  • Den Eichborndamm entlang mangelt es ebenfalls an Absenkungen der Bordsteine. QM spricht mit dem GSA!
  • Es wird angeregt, die Möglichkeit zur Einrichtung eines Zebrastreifen über die Scharnweberstraße am U-Bahnhof Ausgang General-Woyna-Strasse prüfen zu lassen; Die Sachlage wird problematisch: nicht nur das Bezirksamt sondern auch die zuständigen Senatsbehörden müssen hier zustimmen. Die Aussichten auf eine entsprechende Anordnung werden als gering eingeschätzt, da sowohl am Eichborndamm wie auch an der General-Barby-Straße bereits Ampelanlagen bestehen und die strakt frequentierte Scharnweberstraße wohl nicht einen weiteren Haltepunkt erfahren wird!

Alle diese Punkte werden nun vom QM angepackt, den zuständigen Stellen im Bezirksamt mitgeteilt und die Entscheidungsfindungen begleitet.
Lisa Bubert/BürgerDeputierte/31.05.2017