Gemacht
28.05.2017, 10:03 Uhr
Veranstaltung zur SENIORENSICHEIT vom Verein "Freunde alter Menschen e.V."
„Alte Freunde sind die besten!“, dies ist das Motto des Vereins „Freunde alter Menschen e.V.“. Immer mehr alte Menschen leben heute allein.
Viele von ihnen haben Freunde überlebt und wohnen weit weg von ihrer Familie. Die notwendige Versorgung und Pflege alter Menschen ist heute mehr oder weniger gut organisiert. Aber menschliche Nähe, Freundschaft und Zuwendung kann nicht durch Dienstleistungen ersetzt werden.
Deshalb hat es sich der Verein „Freunde alter Menschen e.V.“ zur Aufgabe gemacht, alte einsame Menschen vor Einsamkeit und Isolation zu bewahren. Der Verein schafft soziale Kontakte und persönliche Begegnungen, damit Hoffnung und Lebensfreude wieder einziehen.
Mit dem Motto „Alte Freunde sind die besten“ setzt der Verein ein Zeichen und geht einen anderen Weg im Umgang mit alten Menschen. Der Appell: „Eine alternde Gesellschaft muss das Verhältnis zu ihren alten Menschen neu denken und ändern! Wir gehen mit gutem Beispiel voran!“

Am 22. Mai fand in der Scharnweber Strasse 53 in Reinickendorf-West die Veranstaltung „Seniorensicherheit“ des Vereins statt. Vereinsgeschäftsführer Klaus. W. Pawletko und Koordinatorin Nadja Ziegert begrüßten u.a. die Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner und als Vertreter des Mitinitiators  Quartiersmanagements AVA/Klixstrasse Herrn Sebastian Bodach.
Als Referent hatte der Verein Herrn Kurt Albrecht, Polizeikommissar a.D. und Berater für Seniorensicherheit gewinnen können. Albrecht in seinen einleitenden Worten: „Der Trickdiebstahl hat im Seniorenbereich zugenommen. Die Kriminellen geben sich als Polizisten aus, und nutzen damit eine ‚Schwäche‘ der Senioren. Denn diese reagieren meistens ‚obrigkeitsbezogen‘ und sind daher in Augen der Verbrecher ideale Opfer!“
Im Jahr  2016 wurden ältere Menschen 716 Opfer (597 Frauen, 186 Männer). Die Opferzahl lässt sich statistisch weiter aufschlüsseln:
  • Personen bis 70 Jahre:    46
  • Personen bis 80 Jahre:  276
  • Personen bis 90 Jahre:  398
Dann gab es eine Menge Tipps, wie man die Tricksereien und Klippen überwinden kann, da diese Diebe sehr kommunikativ und wahnsinnig gut geschult sind. Zudem wurde das Flugblatt „Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung“ vorgestellt.
Wichtig ist zudem die Sicherung der Wohnung / des Hauses! Die Sicherheitseinrichtungen an der Tür sollten überprüft werden, bspw. ist der Tür-Spion mit einer Weitwinkel-Optik versehen?
Ist ein Türstopper angebracht, der maximal einen 10 cm Türspalt zulässt? Besitzt die Tür eine Klinkensperrkette? Viele Senioren benötigen eine Lesebrille. Haben Sie bspw. eine Lupe griffbereit, um sehr schnell vorgezeigte Visitenkarten lesen zu können?

Man sollte sich auch nicht von einem vermeintlich behördlichen Auftreten täuschen lassen! Denn: die Täter geben sich gerne als Polizeibeamte, Handwerker, Versicherungsverkäufer aus. Auch Hilfsbereitschaft kann ausgenutzt werden: die Bitte um Wasser, um einen kurzen Wohnungseintritt, damit die Babyflasche warm gemacht werden kann, die Bitte um einen Zettel zwecks Schreibens einer Nachricht, wird vielfach kriminell ausgenutzt! Und dann das ‚beliebte‘ Telefonspiel, in dem Anrufe mit dem Hinweis „Wir kennen uns …..!“ dazu genutzt werden, um ein vertrauliches Gespräch zwecks Ausforschung zu beginnen. Häufig werden auch Kleinkinder als sog. „Enkelkinder“ benutzt und führen so zu einem großen Unglück!

Es war ein lehrreicher Abend in Reinickendorf-West!
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